Lage & Historisches

Das Hüttendorf Oderbrück liegt rund 3,5 km südlich von Torfhaus auf 800 Metern Höhe mitten im Nationalpark Harz.

An der namensgebenden Brücke über die Oder stand bereits 1663 ein kleines Wachthaus. Die nördlich des Flusses gelegenen Ländereien gehörten damals zu Hannover und damit zum Königreich Preußen, im Süden des Flusses begann das Königreich Braunschweig. Erst 1974 wurde diese Trennung überwunden, seitdem gehören Oderbrück-Nord und -Süd als ein Ortsteil zu Sankt Andreasberg und seit 2011 zu Braunlage.

Aus dem Wachthaus entwickelte sich im Laufe der Zeit eine Försterei. Neben der reinen Waldbewirtschaftung bauten die ortsansäßigen Verwalter das Areal zu einer kleinen, aber feinen Landwirtschaft aus. Auf den anliegenden Wiesen wurden Kühe gehalten, aber auch eine kleine Schafherde, sowie Pferde und Maulesel für Brockenreisende. Sogar Kartoffeln wurden angebaut, trotz der ungemütlichen klimatischen Bedingungen.
Gleichzeitig nahm das Forsthaus die Funktion einer Herberge und Postkutschenstation war. Harzreisende konnten hier einkehren, nächtigen und sich von den Strapazen der holprigen Straßen erholen.

Erst 1923 entstand mit der Ski-Hütte der braunschweigischen Staatsbank ein weiteres Gebäude auf Oderbrück. 1945 abgebrannt und kurz danach neu errichtet, firmiert das Haus heute unter dem Namen „The Cabin“ und steht nun auch Nicht-Bankiers als Urlaubsziel zur Verfügung.
Daneben entwickelten sich im Laufe der Jahre mehrere weitere Skihütten, zumeist betrieben von Sportvereinen, so dass wir heute zurecht vom Hüttendorf Oderbrück sprechen.

Luftaufnahme von Oderbrück aus Richtung Südwesten © Rolf Hankers 2020

Abenteuer

Oderbrück ist der perfekte Ausgangspunkt für alle, die den Oberharz erleben wollen. Am kostenfreien Parkplatz an der Bundesstraße 4 startet der kürzeste Wanderweg zum Brocken, dem höchsten Gipfel des Harzes. Wer nicht ganz so hoch hinaus will erreicht ebenfalls von hier die Achtermannshöhe – der perfekte Aussichtspunkt bei gutem Wetter und deutlich ruhiger als der „Blocksberg“. Ein weiterer Wanderweg führt zum Oderteich, einem der ältesten und höchstgelegenen Stauseen im Harz. Hartgesottene kommen im Sommer gern zum Baden dorthin, die Wassertemperatur erreicht an den besten Tagen bis zu 18° C. Ein Großteil der Wanderwege im Harz ist darüber hinaus für das Befahren mit Mountainbikes freigegeben.

Sobald genug Schnee liegt, werden regelmäßig die Langlaufloipen gespurt. Von Oderbrück aus hat man Zutritt zu gleich drei unterschiedlichen Loipensystemen und kann vorher auf der Übungswiese noch ein paar Runden drehen. Wer kein eigenes Material zur Verfügung hat, kann sich im örtlichen Skiverleih mit allem eindecken.

Auch für das leibliche Wohl ist gesorgt! Wer vor der Wanderung noch einen Espresso braucht, oder im Anschluss an die Mountainbiketour eine kalte Erfrischung, der wird an der Kaffeeklappe fündig. Auferstanden aus den Ruinen des alten „Gasthaus Oderbrück“ bekommt man dort neben eine reichhaltigen Auswahl an Getränken auch kleine Snacks, Souvenirs und Drogerieartikel.

Längere Aufenthalte

Wie man das alles an einem Tag auskosten soll? Geht nicht! Zum Glück kann man auf Oderbrück auch übernachten, am besten gleich zu mehreren.

Kommt vorbei und genießt den Harz!
Das Team vom Hüttendorf Oderbrück freut sich auf Euch